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Geschichte

Die Anfänge

Mit einer mehr als einhundertjährigen Geschichte und 39 Betriebsstätten gehört die MHI-Gruppe heute zu den leistungsfähigsten Baustoffproduzenten Deutschlands. Gegründet im Jahre 1906 aus Betrieben der Familie Rousselle sowie der Bayrischen Hartstein-Industrie AG entwickelte sich das Unternehmen schnell zu einem führenden Natursteinproduzenten in der Region. Allerdings wurde die positive Entwicklung durch den Ersten Weltkrieg, die Inflation im Jahre 1923 sowie die Weltwirtschaftskrise teilweise schwer belastet und führte das Unternehmen Ende der 20er Jahre in eine existenzbedrohende Lage.

Im Detail
  • 1906

    Am 1. Dezember wird die Mitteldeutsche Hartstein-Industrie AG aus Betrieben der Familie Rousselle in Steinau sowie dem Steinbruch Bischofsheim/Rhön der Bayrischen Hartstein-Industrie AG, Würzburg gegründet. Firmensitz wird Klein-Steinheim.

  • 1908

    Die Vereinigten Rousselle’schen Basaltwerke werden unter Beibehaltung deren Selbstständigkeit übernommen.

  • 1909

    Die Ohmtal Basalt-Werke GmbH in Homberg/Ohm wird übernommen. Damit entsteht die Basis für den Betrieb Nieder-Ofleiden.

  • 1911

    Eine Kapitalerhöhung ermöglicht den Erwerb des Betriebes Breitenborn/Wächtersbach aus dem Besitz von Friedrich Rousselle.

  • 1913

    Die Bayrische Hartstein-Industrie AG scheidet unter Ausgliederung des eingebrachten Werkes Bischofsheim aus. Der Firmensitz wird von Klein-Steinheim nach Frankfurt a. Main verlegt.

  • 1920

    Übersiedlung der Verwaltung in die Weserstraße 63, Frankfurt a. Main.

  • 1922

    Die Betriebe Lauterbach und Brauerschwend werden von der Oberhessischen Basalt AG, Lauterbach erworben.

  • 1925

    Die Errichtung der ersten Teer-Mischanlage in Wächtersbach dokumentiert die Innovationsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Als erstes Natursteinunternehmen im Deutschen Reich stellt die MHI AG Teersplitte, Vorgänger des heutigen Asphaltes, für den Straßenbau her. Übernahme der Hartenroder Diabas- und Zementwerke AG und des Unternehmens Gebr. Becker.

  • 1928

    Zur Sicherung und Ausweitung des Absatzes erfolgt in Zusammenarbeit mit weiteren Natursteinunternehmen die Gründung von Vertriebsgesellschaften in Würzburg (NBU) und Stuttgart (SHU).

Die 30er und 40er Jahre

Mit dem Eintritt Heinrich Hagemeiers erholte sich das Unternehmen schnell und sowohl Absatz als auch Unternehmensergebnis entwickelten sich bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges positiv. Die Kriegsjahre wiederum waren gekennzeichnet von einem starken Absatzrückgang, einem allgemeinem Fachkräftemangel und der Zerstörung des Verwaltungsgebäudes in Frankfurt. Auch die Nachkriegsjahre gestalteten sich für die Mitteldeutsche Hartstein-Industrie schwierig. Eine Besserung der Lage setzte mit der Währungsreform im Jahre 1948 ein. Unterstützt wurde die positive Entwicklung insbesondere durch die Einführung der Vollmechanisierung in ausgewählten Werken und dem Anstieg der Binnennachfrage.

Im Detail
  • 1932

    Die Heinrich Hagemeier GmbH wird Aktionärin und Heinrich Hagemeier wird Vorstand.

  • 1935

    Errichtung der zweiten Teer-Mischanlage in dem Betrieb Nieder-Ofleiden.

  • 1944

    Die Hauptverwaltung Weserstraße 63 in Frankfurt wird während eines Luftangriffes zerstört.

  • 1946

    Wiederaufnahme des Betriebes in Brauerschwend.

  • 1948

    Die Kernbetriebe Nieder-Ofleiden und Breitenborn werden modernisiert. Größere Vorbrecher, Baggereinsatz und gleislose Förderung steigern die Produktivität. In Wächtersbach wird der Porenbetonbetrieb in eine Produktionsanlage für Basaltwolle umfunktioniert.

Die 50er und 60er Jahre

Die 50er und 60er Jahre waren gekennzeichnet durch einen weiteren Ausbau der Vollmechanisierung in den Werken und der damit verbundenen Produktivitätssteigerung sowie einem verstärkten Einsatz von bituminösen Straßenbelägen. Gezielte Akquisitionen stärkten die Wettbewerbsposition der Mitteldeutsche Hartstein-Industrie und unterstützten eine nachhaltige positive Entwicklung in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders.

Im Detail
  • 1952

    Bezug des neuen Verwaltungsgebäudes Weserstraße 63 in Frankfurt.

  • 1957

    Erwerb der Mehrheit an der Odenwälder Hartstein-Industrie AG, Darmstadt.

  • 1965

    Heinrich Hagemeier scheidet nach 34 Jahren im Alter von 80 Jahren aus dem Vorstand aus und übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat.

  • 1966

    Der Gabbro-Steinbruch Nieder-Beerbach im Odenwald wird von der Firma Rathjens, Hamburg erworben.

  • 1968

    Die Westfälischen Diabaswerke Petersmann, Günter & Co. KG in Siedlinghausen und Hildfeld werden gepachtet und 1969 übernommen.

Die 70er und 80er Jahre

Mitte der 70er Jahre erfolgte die Dezentralisierung der Werke in vier regionale Niederlassungen, die zu Beginn der 80er Jahre in selbstständige Tochtergesellschaften umgewandelt wurden. Weitere gezielte Akquisitionen entlang der Wertschöpfungskette stärkten das Geschäftsmodell des Unternehmens. Die bestehenden Geschäftsfelder wurden um die Bereiche Straßen- und Tiefbau, Baustoffhandel und Baustoffprüfung sowie die Bereiche Recycling und Deponie erweitert.

Im Detail
  • 1971

    Kauf von 90 % der Aktien der Hartschotterwerke Mühlehorn Quinten AG in der Schweiz. In Bleiwäsche und Hildfeld werden Asphaltmischanlagen in Betrieb genommen. In Steinhelle im Sauerland wird eine moderne Bahnverladung gebaut.

  • 1974

    Erwerb der qualifizierten Mehrheit an der Strassing Bau GmbH, Bad Orb. Beteiligung von 50 % an den Vereinigten Hartsteinwerken Billings und Dieburg GmbH, Verkauf der 50 %-igen Beteiligung an der Gebrüder Leferenz KG, Dossenheim an die Basalt AG in Linz im Tausch gegen OHI-Anteile.

  • 1976

    Dezentralisierung der Werke in vier regionale Niederlassungsgruppen: 1. Sauerland (Winterberg); 2. Oberhessen (Homberg/Ohm); 3. Main-Kinzig (Gründau); 4. Odenwald (Roßdorf).

  • 1977

    Gründung der Basaltwerke Mühlheim GmbH und Beteiligung mit 50 %.

  • 1978

    Mit Rainer Georg Hagemeier tritt die 3. Generation der Familie Hagemeier in die Führung der MHI ein.

  • 1979

    Umwandlung der MHI AG in eine GmbH.

  • 1980

    Die regionalen Niederlassungen werden in eigenständige Tochtergesellschaften umgewandelt. Die MHI GmbH, Frankfurt wird Holding. Reinhard Hagemeier und Heinrich Georg Hagemeier wechseln aus der aktiven Geschäftsführung in den Aufsichtsrat. Wilhelm Weisgerber wird Geschäftsführer der MHI GmbH, Frankfurt.

  • 1982

    Bau einer neuen Asphaltmischanlage in Karlstein Dettingen.

  • 1983

    Erwerb der Bauunternehmung Josef Eley GmbH inklusive eines Steinbruches in Bleiwäsche.

  • 1984

    Erwerb einer 50 %-igen Beteiligung an den Asphaltwerken Steinhagen GmbH & Co., Niederntudorf durch die MHI GmbH, Winterberg. Beteiligung mit 25 % an der Bickhardt Bau GmbH & Co. KG, Kirchheim.

  • 1985

    Wiederverwendung von Altbaustoffen (Asphaltrecycling) im Rahmen eines Großprojektes auf der BAB A 5. Erwerb des Steinbruchbetriebs Josef Enders GmbH, Oberleichtersbach. Aufbau der Geschäftsfelder Baustoffhandel, Recycling und Labordienstleistungen durch die Vereinigten Hartsteinwerke GmbH, Wächtersbach.

  • 1987

    Gründung der Limes Asphalt GmbH, Hanau.

  • 1989

    Beteiligung an der FAMSA S.A., Monthey (Schweiz). Aufbau der Recyclingaktivitäten und Deponien. Beteiligung an der Schuchmann Bau GmbH, Darmstadt. Rückumwandlung der MHI GmbH, Frankfurt in die Rechtsform der AG.

Die 90er Jahre und das neue Jahrtausend

Die Wiedervereinigung Deutschlands eröffnete neue Möglichkeiten sowohl bei der Wahl neuer Produktionsstandorte als auch im Bereich Absatzmärkte. Die MHI nutzte diese Chancen mit der Übernahme mehrerer Betriebe in den neuen Bundesländern konsequent. Darüber hinaus erfolgte in den 90er Jahren der Aufbau und die kontinuierliche Entwicklung des Geschäftsfeldes Transportbeton im gesamten Marktgebiet. Die F&E Abteilung der MHI ist bis heute insbesondere im Bereich Niedrigtemperaturasphalt als weltweiter Pionier mit ihrem Produkt aspha-min aktiv.

Im Detail
  • 1990

    Übernahme des Grauwackesteinbruchs Elnhausen. Beteiligung an der Rhönbasalt Vacha GmbH. Gründung der Limes Bau GmbH, Erfurt und der Strassing Bau GmbH, Eisenberg. Beteiligung an der MAIT Mitteldeutsche Asphalt-Industrie GmbH, Schwabhausen. Gründung der THÜBAU Baustoffhandelsgesellschaft mbH, Völkershausen bei Vacha.

  • 1991

    Gründung der Limes Asphalt GmbH, Dresden. Beteiligung an der MKW Mitteldeutsche Kies- und Mischwerke GmbH, Schwabhausen. Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Kalkwerke Bad Kösen GmbH. Errichtung der ersten MHI Transportbetonanlage Profi Lieferbeton GmbH, Darmstadt-Weiterstadt.

  • 1994

    Erwerb der restlichen Anteile der Darmstädter Asphaltmischwerke, Darmstadt.

  • 1995

    Einzug der MHI AG in das neue Verwaltungsgebäude in Hanau-Steinheim. Grundlegende Erneuerung der Nachbrecherei und Edelsplittanlage Nieder-Ofleiden. Errichtung einer Transportbetonanlage in Groß-Bieberau der ODW Beton-Odenwald GmbH, Darmstadt.

  • 1996

    Die Straßen- und Tiefbauaktivitäten in Hessen werden in der Strassing-Limes GmbH gebündelt. Verkauf der 50%-igen Beteiligung an der Nordbayerischen Basalt-Union GmbH, Würzburg an die Basalt AG.

  • 1997

    Errichtung einer Transportbetonanlage in Steinefrenz/Westerwald. Beteiligung mit 50% an der Breuna Beton GmbH, Breuna. Errichtung einer Füller-Trocken- und Mahlanlage in Bad Kösen.

  • 1998

    Veräußerung der Beteiligung Bickhardt-Bau AG, Kirchheim. Errichtung einer Transportbetonanlage in Bad Kösen.Tausch von Beteiligungen an der MKW Mitteldeutsche Kies- und Mischwerke, Naumburg gegen Anteile an den Kalkwerken Bad Kösen und der Rhönbasalt Vacha GmbH. 50 %-ige Beteiligung an der Schotterwerk Thülen GmbH. Grundlegende Erneuerung der Werke Breitenborn und Steinefrenz.

  • 1999

    Übernahme von vier mobilen Transportbetonanlagen und Einsatz auf der ICE-Neubaustrecke Frankfurt – Köln. Erste Erfolge bei der Entwicklung von Niedrigtemperaturasphalt (NTA).

  • 2000

    Kauf von Gebäuden und weiteren Flächen in Darmstadt-Weiterstadt. Das Gemeinschaftsunternehmen Vogelsberger Hartstein-Industrie GmbH & Co. KG nimmt seine Tätigkeit auf.

  • 2001

    Abschluss der Großbaustelle ICE–Neubaustrecke Frankfurt – Köln. Zusammenarbeit mit EUROVIA zur Weiterentwicklung von Niedrigtemperaturasphalt, Gründung einer ARGE. Auszeichnung mit dem Prix de l’ Innovation in Paris.

  • 2003

    Abriss der alten und Bau einer neuen Asphaltmischanlage Frankfurt Osthafen. Errichtung einer Transportbetonanlage in Breitenborn.

  • 2004

    Errichtung der Asphaltmischanlage Heuchelheim. Errichtung der Transportbetonanlage Edermünde. Beteiligung an der Johannes Nickel GmbH & Co. KG, Nidda. Anpachtung einer TB-Anlage in Mühlheim am Main durch die Profi-Beton GmbH. Übernahme des Basaltsteinbruchs Laubach-Gonterskirchen.

  • 2005

    Einbringung der TB-Anlage Breitenborn in eine gemeinsame Gesellschaft. Grundlegende Erneuerung des Werkes Dreihausen der Johannes Nickel GmbH & Co. KG.

  • 2006

    Gründung der aspha-min GmbH, Hanau. Verkauf der Schweizer Beteiligungen Hartschotterwerke Mühlehorn-Quinten AG, Mühlehorn und FAMSA S.A., Monthey. Beteiligung an den Hartsteinwerken Thomas GmbH & Co. KG, Waschenbach. Erneuerung des Werkes Unter-Widdersheim der Firma Johannes Nickel GmbH & Co. KG.

  • 2007

    Gründung und Beteiligung an der Desenberg-MHI Transportbeton GmbH & Co. KG. Neubau der TB-Anlage in Mühlheim am Main. Erwerb der restlichen Unternehmensanteile an der Rhönbasalt Vacha GmbH.

  • 2008

    Mit Christoph A. Hagemeier tritt die 4. Generation der Familie Hagemeier in die Führung der MHI ein. 50%-Beteiligung an der Betonwerk Suhl GmbH & Co. KG. Anpachtung der Transportbetonanlage Zschorgula.

  • 2009

    Erwerb des Steinbruchs Bingenheim.

Die aktuelle Entwicklung

Nach der Wiedervereinigung und der Etablierung der MHI-Gruppe in den neuen Bundesländern werden die bestehenden Geschäftsfelder konsequent weiterentwickelt und mit dem Aufbau einer eigenen Logistik-Gesellschaft im Rhein-Main-Gebiet sinnvoll ergänzt.

Im Detail
  • 2010

    Erwerb des Kalksteinbruchs Burgwenden. Gründung und 50%-Beteiligung an der Asphaltwerke Waldeck GmbH & Co. KG. Neubau der Asphaltmischanlage in Groß-Bieberau. Fertigstellung der PPP-Maßnahme Autobahn A4 Hörselberge.

  • 2011

    Christoph A. Hagemeier wird Vorstandsmitglied. Rainer Georg Hagemeier wechselt in den Aufsichtsrat. Umfirmierung der Vereinigten Hartsteinwerke GmbH in MHI Naturstein- und Baustoffservice GmbH. Neubau einer Transportbetonanlage in Frankfurt-Kalbach. Erfolgreicher Umbau des Werkes Bergheim.

  • 2012

    Gründung des Zentrallabors für das Geschäftsfeld -Beton- bei der MHI Naturstein & Baustoffservice GmbH. Gründung der MHI Logistik GmbH, Hanau zur Verbesserung der Effizienz von Transporten und Disposition der Schüttgüter im Rhein-Main-Gebiet.